Nach dem tödlichen Messerangriff am Bahnhof Rosenheim (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/rosenheim/) sind weitere Einzelheiten über das aus Großbritannien stammende Opfer bekannt geworden. Bei der Getöteten handelt es sich britischen Medien zufolge um die 31-jährige Rebecca „Becca“ Bullock aus der englischen Grafschaft Buckinghamshire. Sie leitete dort den Pub „The White Swan“. Sie sei auf dem Weg nach Österreich gewesen, um einem Freund bei einer Beerdigung beizustehen, berichtet „ Daily Mail (verlinkt auf https://www.dailymail.com/news/article-16097219/Brit-31-stabbed-death-German-train-station-attacked.html) “. Die 31-Jährige war in der Nacht zum Sonntag am Rosenheimer Bahnhof angegriffen und schwer verletzt worden (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/kriminalitaet/article6a93d715518a586e1855cf1b/oberbayern-messerangriff-in-rosenheimer-bahnhof-frau-stirbt.html) . Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht, starb dort jedoch wenig später. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass sie den Tatverdächtigen kannte. Kurz nach der Tat nahm die Polizei (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/polizei/) einen 27 Jahre alten Deutschen ohne festen Wohnsitz in der Nähe des Rosenheimer Bahnhofs fest. Da sich konkrete Hinweise auf psychische Auffälligkeiten ergeben hätten, erließ ein Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Unterbringungsbefehl. Der Mann – „Bild“ benennt ihn (verlinkt auf https://www.bild.de/news/verdaechtiger-festgenommen-britin-am-rosenheimer-bahnhof-erstochen-6a93dd43d88567044d849d35) als Thomas A. – wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Der Tatvorwurf lautet auf Mord. In Bullocks Heimatort Whitchurch löste ihr Tod große Bestürzung aus. Vor dem „White Swan“ legten Einwohner laut „Daily Mail“ Blumen nieder. Das Team des Pubs bezeichnete die 31-Jährige in einer Mitteilung auf Facebook als „geliebte Becca“, die von Mitarbeitern und Stammgästen sehr geschätzt worden sei. Richard Shuffill, stellvertretender Vorsitzender des Gemeinderats, beschrieb Bullock gegenüber der britischen Zeitung „ The Sun (verlinkt auf https://www.thesun.co.uk/news/40241791/pub-landlady-stabbed-german-station/) “ als „frischen Wind“ für den Ort. Sie habe den einzigen Pub des Dorfes zu einem Mittelpunkt der Gemeinschaft gemacht. „Es war unmöglich, sie nicht zu mögen. Sie war immer angenehm und freundlich“, sagte Shuffill. Ihr Tod sei „ein echter Schock“ und ein schwerer Verlust für die Gemeinde. Er habe Bullock noch am Samstagmittag gesehen, nur rund zwölf Stunden vor ihrem Tod. Die begeisterte Läuferin und Reiterin organisierte dem Bericht zufolge auch Wohltätigkeitsveranstaltungen. Zuletzt hatte sie dabei geholfen, Geld für die Behandlung eines schwer erkrankten Mädchens zu sammeln. Ein Mitglied des zuständigen Grafschaftsrats würdigte sie in einem Beitrag als treibende Kraft hinter dem Pub, der zuvor von der Schließung bedroht gewesen sei. Eine Freundin bezeichnete Bullock als „alte Seele“, bei der sich die Menschen sicher und geborgen gefühlt hätten. Sie habe das Lokal modernisiert und zugleich einen einladenden Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft geschaffen. Der gesamte Ort stehe unter Schock und trauere, schrieb die Freundin. Die deutschen Ermittler suchen weiterhin nach Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag einen Streit oder eine körperliche Auseinandersetzung am Bahnhof beobachtet haben. Das britische Außenministerium erklärte, es unterstütze die Familie des Opfers und stehe mit den deutschen Behörden in Kontakt.